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Corsa B Faq Temperaturprobleme

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Andre

Administrator
Mitglied seit
28 April 2013
Beiträge
459
Diese FAQ soll helfen,
vermeintlichen Temperaturproblemen am B Corsa auf die
Schliche zu kommen bzw. sie zu lösen. Dazu muss man erstmal grundlegend
wissen, wie ein KFZ Kühlsystem funktioniert.
Man hat einen „kleinen“ Kühlkreislauf (nur innerhalb des Motors) und einen „großen“
Kühlkreislauf (Motor und Motorkühler). Beide Kreisläufe sind durch ein Thermostat
voneinander getrennt. Das Thermostat beginnt etwa bei 92°C an zu öffnen und ist
bei etwa 107°C komplett offen, unter 92°C sollte der Kühler also nicht warm werden.
Ausserdem gibt es noch zwei Kühlmitteltemperaturgeber - einen Einpoligen, dieser
ist einzig und allein für die Kühlwassertemperaturanzeige im Tacho zuständig – und
einen Zweipoligen, dieser übermittelt dem Steuergerät die aktuelle
Kühlwassertemperatur, was u. A. Auswirkungen auf die Gemischaufbereitung hat.
Bild vom einpoligen Sensor:
einpolig.jpg
Teilenummern: OPEL 13 38 448; OPEL 13 42 561; OPEL 13 42 568
Bild vom zweipoligen Sensor:
2polig.jpg
Teilenummern: OPEL 13 38 451; OPEL 13 38 458; OPEL 90410792; OPEL
90510183
Wenn euer Fahrzeug jetzt Probleme hat, wie z.B. „zitternde“ oder „hängende“
Temperaturanzeige im Tacho, ist es durchaus möglich, dass lediglich der Sensor
(einpolig) defekt ist bzw. sogar nur der Kontakt korrodiert ist. Auf dem Kontakt ist nur
ein 6,3mm Kabelschuh aufgesteckt, wodurch diese Verbindung natürlich sehr
witterungsempfindlich ist. Also erstmal den Kontakt reinigen, ggf. den Kabelschuh
auch. Die einpoligen Sensoren gibt es ab etwa 6€ beim Teilehändler, die
Ersatzteilkosten halten sich also in Grenzen.
Wenn das Fahrzeug nur sehr widerwillig anspringt und direkt nach dem Starten ganz
schlecht Gas annimmt (fühlt sich an wie „verschlucken“), kann u. A. ein defekter
Kühlmittelgeber (zweipolig) dafür verantwortlich sein (oder auch ein Kabelbruch
direkt am Stecker, sehr empfindliche Stelle!). Der Sensor meldet dann z.B. -40°C
Motortemperatur und das Steuergerät regelt das Gemisch somit sehr fett (also zuviel
Benzin). Wenn nun die reale Temperatur aber eigentlich +15°C beträgt, klappt das
alles nicht so wie es soll. Der Sensor funktioniert als Widerstand, welcher sich je
nach Temperatur ändert und dem Steuergerät somit die Temperatur übermittelt. Man
kann ihn leicht selbst durchmessen, einfach mit einem Multimeter den Widerstand
zwischen beiden Pins messen.
Hier die Sollwerte (nicht ZU genau nehmen, der
Widerstand sollte sich allerdings bei Temperaturänderung MERKLICH ändern):
0°C 4,8-6,6 kOhm
20°C 2,2-2,8 kOhm
40°C 1,0-1,4 kOhm
80°C 250-380 Ohm
Den zweipoligen Sensor gibt es für 10-45€ beim Teilehändler, falls Ersatz benötigt
wird.
Falls die Sensoren nicht das Problem waren, „hängt“ meistens das Thermostat, d.h.
es geht entweder nicht mehr auf (Motorüberhitzung droht,
Kühlwassertemperaturanzeige beobachten) oder schliesst nicht mehr korrekt. Dies
macht sich dann durch sehr lange Warmfahrphasen bemerkbar und eine
Kühlwassertemperaturanzeige die sich meist überhaupt nicht bewegt. Folgen sind
erhöhter Kraftstoffverbrauch und erhöhter Verschleiss, da der Motor seine
Betriebstemperatur (ca.90-95° Kühlwassertemperatur) nicht erreicht, ausserdem wird
oft die Heizung nicht mehr heiß, was im Winter einen deutlichen Komfortverlust
bedeutet.
Ausbau des Thermostats ist - je nach Motor – teilweise sehr simpel und schnell
erledigt und teilweise ein echter Krampf, weil Zahnriemen und diverse Rollen
Riemenscheiben demontiert werden müssen.
 
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